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ESPLENDOR GEOMETRICO

Opening Friday, 04 September 2015, 6 pm
Exhibition 05 September – 24 October 2015

Galerie Rupert Pfab, Poststraße 3, 40213 Düsseldorf

In ihrer ersten Einzelausstellung in der Galerie Rupert Pfab zeigt die Kölner Bildhauerin, Installationskünstlerin und Soundperformerin Julia Bünnagel eine Auswahl neuerer Arbeiten.
In einer intermedialen Installation aus Sägezeichnungen, Papierarbeiten, Schrift, Licht, Sound und kybernetischen Objekten arrangiert sie die Galerieräume zu einem Spannungsraum aus Zwei- und Dreidimensionalität, Licht und Schatten, Masse und Leere. Die Metaphysik der Nacht, Klang und vor allem das Konzept der Sphärenmusik, die nach Pythagoras den Klang von Planetenbewegungen beschreibt, bilden die thematischen Schwerpunkte der Gesamtinstallation.

Julia Bünnagels Arbeiten strahlen stets starke physische Präsenz aus. Sie fügen sich in den vorhandenen Raum ein und ergänzen ihn. Raum und Installation erscheinen wie architektonische Fragmente einer größeren, nicht existenten Wirklichkeit und erinnern an die Utopien von Le Corbusier, Tatlin oder Oscar Niemeyer, aber auch an Kulissen aus Science-Fiction Filmen. Fasziniert von der Unmittelbarkeit der Musik und der Idee ihrer mathematischen Grundlage kreisen die gezeigten Arbeiten zwischen Sound und Geometrie. In ihren Werktiteln und Schriftbildern bezieht sich Julia Bünnagel auf Songtitel und Liedtexte. Eine eigens komponierte Sphärenmusik durchdringt die Ausstellung. Der Ausstellungstitel ESPLENDOR GEOMETRICO, der Prachtvolle Geometrie bedeutet, ist dem Namen einer spanischen Noise-Industrialband entlehnt. Solche ‘prachtvollen Geometrien’ treffen auf Entwürfe von Schallplattencover und sonore Bilder und Objekte. Geometrische interstellare Skulpturen hängen rotierend, an Planeten erinnernd, von der Decke und scheinen den Raum in Bewegung zu bringen.

Julia Bünnagel (*1977) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Prof. Hubert Kiecol. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen wie im Pori Art Museum in Finnland, im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, im Kunstverein Hamburg-Harburg und in der Artothek Köln ausgestellt. Sie erhielt Stipendien im In- und Ausland, wie die Künstlerresidenz auf Schloss Ringenberg oder für ihr Projekt Super Sonic Structure das Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW. 2014 war sie mit einem Auslandsstipendium in Yerevan, Armenien und 2015 erhielt sie den Preis „Horizont – Raum“ der Freunde der Artothek Köln.

Julia Bünnagel bildet zusammen mit Patricia Köllges und Tamara Lorenz das Künstlerkollektiv Sculptress of Sound, das seit 2011 mit ihren spectodramatischen Soundperformances (audio-performative Installationen) auftritt. Seit kurzem performt sie auch alleine als DJane live Sets mit modifizierten Schallplatten, die Geräusche produzieren. Die bildhauerisch behandelten Oberflächen der Schallplatten, die eingesägt, lackiert oder beklebt sind, werden so ineinander gemischt, dass treibende rhythmische Soundscapes entstehen. Eröffnungswochenende im Rahmen der Düsseldorf Cologne Open 2015

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