Exhibition view NO BODIES META

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Kerstin Fischer, Coline Krausbauer, Nie Pastille  NO BODIES META
Opening Saturday, 01 June 2013, 4 pm
Exhibition 02 June – 13 July 2013

Das künstlerische Schaffen als Spekulation zum vollständigen, endlosen Bildraum.
Der künstlerische Ausdruck ist eine Spekulation, die konkrete Aussagen über Farbe, Raum und Tiefe ermöglicht. In dieser Ausstellung ist weniger das Betrachten eines einzelnen Werkes, als vielmehr das Erfahren von Kunst thematisiert. Erzeugt durch die gegenwärtige Ausstellung No Bodies Meta erhebt sich das räumliche Volumen zwischen den Arbeiten von Kerstin Fischer, Coline Krausbauer und Nie Pastille als potenzielles Volumen. Die gedankliche Fortführung der spekulativen Bildräume zeugt vom direkten Einfluss der aufgenommenen Bilder. Diese gedankliche Fortführung des künstlerischen Schaffens wird mit der Ausstellung ermöglicht und ist das Ziel. Nicht das Bewerten, sondern das Entfachen, nicht das Gewußte, sondern das Vermutete.
So zeigen die Arbeiten selbst Vermutungen. Das Nebeneinander und Gegenüber erzeugt den vollständigen, endlosen Bildraum. Die Ergänzungen und Bestätigungen, die sich die Arbeiten gegenseitig liefern, ermutigen den Gedanken der Bilder aufzunehmen. Ruhe findet sich durch Präsenz. Betrachten möchte man, um der Idee zu folgen. Erfasst man Coline Krausbauers dichte Malerei, sind die Kulistrichzeichnungen von Kerstin Fischer rechts und links daneben thematisch ganz anderes Terrain und drängen nicht gleichzeitig in den Fokus. Genauso steht die objekthafte Stoffarbeit von Nie Pastille im direkten Bezug zu der Wandarbeit und die bei beiden Arbeiten verwendeten Formen scheinen ineinander zu greifen, die bildnerische Lösung und Haptik ist dabei eine ganz andere. So wird die Aufmerksamkeit von den unterschiedlichen Positionen immer wieder zurückgespielt. Dennoch erscheinen sie durch die direkte Kombination einander verwandt. Die Verschlüsselung und das auf sich selbst bezogene eines Werkes gelangt durch das gemeinsame Auftreten in den Hintergrund.
Die drei Künstlerinnen meinen es ernst mit der Unvollständigkeit. Mit dem Risiko, Undeutliches erfassen zu wollen. Jedoch, das künstlerische Schaffen entzieht sich der konkreten Interpretation und entfaltet sich in der Hypothese eines wirklich gewordenen Bildes.
Der Titel der Ausstellung sagt aus, dass es keinen Körper gibt, jedoch eine Meta Ebene und dass diese Meta Ebene gleichzeitig keinem gehört. Damit entzieht er sowohl dem Künstler den inhaltlichen Besitz seiner Werkes und erlaubt auch keinem anderen die Deutungshoheit. Dieser freiheitliche Anspruch spiegelt sich in den Arbeiten wieder. Scheinbar lassen sich die Künstlerinnen treiben. Dabei entsagen sie nicht einer Meta Ebene des Gemeinten, vielmehr ist sie für jeden geöffnet, da sie keinem gehört.
Der Titel behauptet zudem, der zentrale Gegenstand ist nicht das worum es ginge. Und so erfährt man mit dem Blick auf Bild und Raum eine Folge von konsequenten Aussagen und sieht doch nur reine Spekulation.
Dass sich die Künstler diese Offenheit zutrauen liegt an der innewohnenden Überzeugung und dem Wunsch, den Ausdruck als freies Mittel einzusetzen.

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